Mutter-Kind-Einrichtungen
Mutter-Kind-Einrichtungen bieten Lebens- und Lernperspektiven für Schwangere und Mütter in umfassenden Not- und Konfliktsituationen. Ausgehend von den komplexen Problemlagen der Frauen und aufbauend auf ihre vorhandenen Kompetenzen bietet der ganzheitliche Ansatz von Beratung und Betreuung den Bewohnerinnen die Chance, ein kritisches Lebensergebnis (die ungeplante Schwangerschaft/Mutterschaft und die Übernahme der Mutterrolle) positiv zu bewältigen.

Gemäß § 19 SGB VIII sollen Mütter oder Väter, die allein für ein Kind unter 6 Jahren zu sorgen haben, in einer geeigneten Wohnform betreut werden, wenn und solange sie aufgrund ihrer Persönlichkeitsentwicklung dieser Form der Unterstützung bei der Pflege und Erziehung des Kindes bedürfen.

Die sozialpädagogischen Unterstützungsangebote der hauptamtlichen Fachkräfte in Mutter-Kind-Einrichtungen umfassen:

die Beratung, Unterstützung bzw. Betreuung von Schwangeren/Müttern und
die Betreuung, gezielte Förderung und den Schutz der Kinder.


"Die" typische Mutter-Kind-Einrichtung gibt es nicht. Aufgrund unterschiedlicher geschichtlicher Entwicklungen, unterschiedlicher räumlicher Voraussetzungen, unterschiedlicher Standorte und Konzeptionen usw. hat jede Mutter-Kind-Einrichtung ihr eigenes "Gesicht". Im Kontext gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen werden die Konzeptionen der Einrichtungen den Problemlagen und Bedürfnissen der Frauen in Not entsprechend kontinuierlich weiterentwickelt.

Hauptkriterien für die Unterscheidung bzw. Kategorisierung der verschiedenen Einrichtungstypen sind:

die Wohnform und
die Intensität des Betreuungsangebotes.


Die Wohnformen unterscheiden sich grob darin, ob die Frauen mit ihren Kindern in einem Gruppenverbund zusammenleben oder in eigenen abgeschlossenen Appartements/Wohnungen mit ihren Kindern selbstständig leben. Die Intensität der Beratung und Betreuung reicht von alltagsstrukturierenden Hilfen, lebenspraktischer Anleitung und 24-stündiger Anwesenheit der MitarbeiterInnen in vollstationären Einrichtungen bis hin zu ambulanten Leistungsangeboten (z. B. Beratungsgesprächen, die nur ein- oder zweimal wöchentlich in der eigenen Wohnung der Frau stattfinden).

Zielsetzung der Arbeit

Grundsätzliche Zielsetzung der Arbeit ist die Entwicklung einer langfristigen eigenständigen Zukunftsperspektive für die Mütter und ihre Kinder. In den meisten Fällen geht es um die Entwicklung einer gemeinsamen Zukunftsperspektive.

Frauen, die sich bzgl. der weiteren Lebensplanung mit oder ohne Kind noch nicht klar sind, erhalten Hilfen bei der Entscheidungsfindung. Aufgrund der vielschichtigen Problemlagen der Frauen wird in den Fällen, in denen deutlich wird, dass sich keine stabile Mutter-Kind-Beziehung entwickelt oder die Mutter aller Voraussicht nach auch langfristig nicht in der Lage sein wird, die Versorgung und Erziehung des Kindes zu übernehmen, nach Alternativen gesucht.

In einem individuellen Hilfeplan oder einer Betreuungsvereinbarung (gemäß oder in Anlehnung an § 36 SGB VIII) werden die mit der Frau erarbeiteten Ziele der Arbeit schriftlich festgehalten, regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Dabei knüpfen die MitarbeiterInnen an den Erfahrungen und Stärken der Frauen an.

Die Bewohnerinnen erhalten Hilfe zur Überwindung individueller Probleme und erwerben Kompetenzen zur Versorgung und Erziehung des Kindes, in der Haushaltsführung und im Umgang mit Geld (Einteilung des Haushaltsgeldes, Geltendmachung von Leistungsansprüchen, Schuldenregulierung etc.).

Kontakt:
 

Ortsverein Telefon E-Mail
SKF Freiburg 0761 / 217 72 62 muk@skf-freiburg.de
SkF Heidelberg 06221 / 13 70 86 - 13 info@skf-heidelberg.de
SkF Konstanz 07531 / 2 82 59 7-0 info@skf-konstanz.de

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