Pränataldiagnostik (PND)
Pränataldiagnostische Verfahren (vorgeburtliche Untersuchungsverfahren) werden heute in jeder Schwangerschaft angewendet (Ultraschall u.a.) um die normgerechte Entwicklung des ungeborenen Kindes zu kontrollieren. Ferner können frühzeitig Fehlentwicklungen erkannt werden um gegebenenfalls (in wenigen Fällen) therapeutisch einzugreifen. Ziel ist eine Gesundheitsgefährdung von Mutter oder Kind zu verhindern. Häufig gibt es jedoch für diagnostizierte Fehlbildungen und Behinderungen des Ungeborenen keine Therapien.

Dann sehen sich werdende Eltern vor die Frage gestellt sehen, welche Entscheidungen sie im Falle einer diagnostizierten Behinderung ihres Kindes treffen wollen und ob sie ihr Kind auch mit einer Behinderung annehmen könnten.

Katholische Schwangerschaftsberatungsstellen bieten im Rahmen vorgeburtlicher Diagnostik, ergänzend zur ärztlichen Beratung eine eigenständige psychosoziale Beratung zu Fragen vorgeburtlicher Untersuchungen und bei zu erwartender Behinderung eines Kindes an.

Jede Frau und jeder Mann kann diese Beratung unabhängig von Nationalität und Weltanschauung kostenlos in Anspruch nehmen.

In der psychosozialen Beratung bekommen Frauen und Paare im Gespräch mit einer qualifizierten Beraterin Informationen und Aufklärung, Raum und Zeit, um sich mit den persönlichen Fragen, Hoffnungen und Ängsten auseinander setzen zu können, die mit einer möglichen Behinderung des Kindes und den damit einhergehenden Folgen für Partnerschaft und Familie entstehen könnten. Die Beratung soll dazu beitragen eigene Stärken zu entdecken, einen eigenen Standpunkt zu angebotenen Untersuchungen zu entwickeln, anstehende Entscheidungen auf der Basis persönlicher Verantwortung zu treffen und den Betroffen zu helfen, Unterstützungsmöglichkeiten in ihrem Umfeld zu finden.

Beratungsanlässe können für Frauen und Paare sein:

vor der möglichen Inanspruchnahme von Pränataldiagnostik, um das persönliche Für und    Wider abwägen zu können, mögliche Konsequenzen zu thematisieren, sich mit dem Thema    "Behinderung" auseinander setzen zu können und damit die Entscheidungskompetenz zu    verbessern (auch schon vor einer geplanten Schwangerschaft)
während der Wartezeit auf Ergebnisse zur Entlastung und Auseinandersetzung mit möglichen    Konsequenzen eines auffälligen Befundes
nach diagnostizierter zu erwartender Behinderung des Kindes zur Entwicklung von    Perspektiven für die Betroffenen und Beratung im Schwangerschaftskonflikt, wenn der    Gedanke an einen Schwangerschafts-abbruch im Raum steht
nach der Entscheidung, ein Kind mit Behinderung auszutragen, zur persönlichen    Unterstützung bei der Annahme des Kindes und der Entwicklung der Elternrolle
nach einem Schwangerschaftsabbruch zur Begleitung in der Trauer und zur Unterstützung bei    der Neuorientierung im Leben
nach Fehl- und Totgeburt zur Begleitung in der Trauer und Ermutigung für die weitere    Lebensplanung

Über das individuelle Beratungsgespräch hinaus

vermitteln Beraterinnen Kontakte (zu Hebammen, Selbsthilfegruppen, Frühfördestellen u.a.)    und materielle Hilfen (z. B. Haushaltshilfen, finanzielle Hilfen)
beziehen auf Wunsch den Partner oder Angehörige mit ein
bieten Hausbesuch oder Klinikbesuche an
begleiten Frauen und Paare auch längerfristig nach der Geburt des Kindes oder nach einem    Schwangerschaftsabbruch

Kontakt:
 

Ortsverein Telefon E-Mail
SkF Baden-Baden 07221 / 30 22 79 - 0 info@skf-baden-baden.de
SKF Freiburg 0761 / 2 96 23 30 beratungsstelle@skf-freiburg.de
SkF Heidelberg 06221 / 13 70 86 - 13 info@skf-heidelberg.de
SkF Stadt- und Landkreis Karlsruhe 0721 / 9 13 75 - 0 skf.karlsruhe@t-online.de
SkF Konstanz 07531 / 2 82 59 7-0 info@skf-konstanz.de
SkF Konstanz, Radolfzell 07732 / 5 76 15 info@skf-konstanz.de
SkF Mannheim 0621 / 12 08 00 info@skf-mannheim.de
SkF Offenburg 0781 / 93 22 90 info@skf-offenburg.de
SkF Singen 07731 / 4 6006 info@skf-singen.de
SkF Staufen 07633 / 80 69 09 - 0 l.hans@skf-staufen.de
SkF Waldkirch 07681 / 47 45 39 - 0 info@skf-waldkirch.de

zurück zur Übersicht